Deutliche Worte mit visionärem Gehalt fand am 19.12.2009 Christoph Lütger (NDR) in den Tagesthemen als Kommentar zum Klimagipfel in Kopenhagen, der wohl als Desaster in die Geschichte des politischen Scheiterns eingehen wird: "Unsere Nachfahren werden uns verfluchen" (Videokommentar)."Aber wer ist 'uns'?", könnte gefragt werden. Schließlich versagten Politiker und Staaten. Doch die klimaschädlichen Folgen des Wirtschaftens basieren auf nichts anderem als Handlungen und Interessen. Und diese wiederum lassen sich nicht jenseits des einzelnen Individuums begreifen. Woran die Politik in erster Linie scheiterte, waren letztlich weltweite Sanktionsmechanismen für Individuen. Wenn unsere Nachfahren also uns verfluchen werden, dann dafür dass wir es nicht selbst schaffen - weil wir nicht bereit sind, unser Handeln auch ohne Zwang von außen zu verändern.
Wie bspw. ARD-Klimaschau, ZDF und Quarks & Co. kürzlich bestätigten, könnten schon allein durch eine vegetarische oder gar vegane Ernährung 20% der Treibhausgasemissionen eingespart werden. Aber darauf hat offensichtlich eine große Mehrheit keine Lust. Ganz zu schweigen vom alltäglichen Energieverbrauch, der durch Verweis an die Politik lieber anderweitig gedeckt werden soll, anstatt ihn einfach zu reduzieren.
Ja, solange sich an unserer Einstellung zu unseren Lust- und Unlustzuständen nichts ändert, werden unsere Nachfahren uns verfluchen.
Ja, solange sich an unserer Einstellung zu unseren Lust- und Unlustzuständen nichts ändert, werden unsere Nachfahren uns verfluchen.




